Gut ein Jahr nach dem Großbrand im Zementwerk und nur zwei Wochen nach unserer Werksführung verbrachten zahlreiche Einsatzkräfte erneut die halbe Nacht bis weit in den Vormittag auf dem Werksgelände.
In rund 50 Metern Höhe war es gegen drei Uhr nachts im Bereich der Produktionsanlagen zu einem Brand an Förderbändern und Silos gekommen. Mitarbeiter des Zementwerks hatten noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr versucht, den Brand zu löschen – jedoch ohne Erfolg.
Als die ersten Einsatzkräfte den betroffenen Bereich im sogenannten Wärmetauscher erreichten, hatte sich das Feuer bereits über mehrere Ebenen und Etagen ausgebreitet. Über die vorhandenen Steigleitungen wurde das benötigte Löschwasser bis in die oberen Bereiche der Anlage gefördert.
Aufgrund der Ausdehnung des Einsatzes über zahlreiche Ebenen wurde die Einsatzstelle ähnlich einem Hochhauskonzept strukturiert. Neben einer Atemschutzsammelstelle wurden die Einsatzabschnitte Materialzuführung, Depotgeschoss und Brandbekämpfung gebildet. Dadurch konnten Personal, Material und Löschmaßnahmen auch über die große Höhe hinweg koordiniert werden.
Mehrere Trupps gingen zeitgleich unter Atemschutz auf den verschiedenen Ebenen zur Brandbekämpfung vor. Nicht nur die eingesetzten Atemschutztrupps, sondern auch die zuarbeitenden Einsatzkräfte wurden dabei stark gefordert. Insbesondere die enorme, produktionsbedingte Hitze im Inneren des Turms brachte Mensch und Material an die Belastungsgrenzen.
Um ausreichend Einsatzkräfte für die langwierigen Löscharbeiten zur Verfügung zu haben, wurden gezielt weitere Feuerwehren nachgefordert. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, den Grundschutz im Städtedreieck weiterhin sicherzustellen.
Die Brandbekämpfung und insbesondere die Nachlöscharbeiten zogen sich über mehrere Stunden hin. Mit Motortrennschleifern, Handwerkzeugen und akkubetriebenen Kombigeräten mussten an verschiedenen Stellen der Anlage Zugänge und Öffnungen geschaffen werden. Erst dadurch war es möglich, Löschwasser und Schaummittel gezielt auf die teilweise schwer erreichbaren Brandstellen aufzubringen.
Der Rettungsdienst sicherte die eingesetzten Kräfte während des Einsatzes mit einem Rettungswagen ab. Die Polizeiinspektion Burglengenfeld war ebenfalls mit einer Streife vor Ort.
Nach mehreren Stunden intensiver Arbeit konnten die letzten Einsatzkräfte das Werksgelände schließlich am Vormittag verlassen.














